Kaltenbronn – Grünhütte

So., 21.06.2026, Häfnerhaslach

Am Sonntag, 21. Juni 2026 laden uns Ute und Roland Fazler zu einer Wanderung vom Wildseemoor Kaltenbronn zur Grünhütte und zurück ein.

Beschreibung:

Karge Böden und ein raues Klima machen den Kaltenbronn zu dem, was er ist: Eine von Wald, Mooren und Hängen mit Blockhalden gekennzeichnete Landschaft. Wenn in der Rheinebene schön längst der Frühling Einzug gehalten hat, liegt hier an manchen Stellen noch der Schnee.

Gerade das trägt aber zum besonderen Reiz der Landschaft bei und ist Lebensgrundlage der an diese Verhältnisse spezifisch angepassten Tier- und Pflanzenwelt.

Ein einmaliger Naturraum

Der Wildsee gilt als größter Hochmoorkolk Europas. Ein Kolk ist eine wassergefüllte Vertiefung im Moorboden, also ein Tümpel oder See. Der Wildsee entstand durch Spannungen in der Oberfläche des Torfes. Diese riss schließlich, und die dadurch entstandene Vertiefung füllte sich dank hoher Niederschläge mit Wasser. Wie im gesamten Moor gibt es auch im Wildsee kaum Nährstoffe. Und deshalb auch keine Fische, Frösche, Lurche oder sonstige Lebewesen. Die extreme Nährstoffarmut und der saure Boden des Hochmoores sind ökologisch andererseits sehr bedeutsam für das Überleben einiger teils sehr seltener Arten. Beispielsweise Sonnentau und Moormoosbeere. Diese können in anderen Lebensräumen kaum Fuß fassen, da sie von anderen, sich schneller ausbreitenden Arten verdrängt werden. Nur hier, in der Nährstoffarmut des Moores, haben anspruchslose Arten die Nase vorn – denn alle anderen finden hier nicht genug zum Wachsen und Gedeihen.

Der Bannwald – Artenreichtum und Baumgestalten

Ein Schild weist darauf hin, dass wir uns in einem Bannwald bewegen. Seit den Dreißigerjahren greift der Mensch hier nicht mehr in den Wald und in die Natur ein. Tatsächlich werden sofort die Unterschiede zum üblichen Wirtschaftswald erkennbar: Tote Bäume liegen quer im Wald und fallen den natürlichen Zersetzungsprozessen anheim. Weiße Baumskelette ragen glänzend zwischen jungen Fichten auf und bieten Lebensräume für Specht, Sperlingskauz und unzählige Insekten. Knorrige Baumgestalten winden sich am Wegrand, und vereinzelte Baumriesen beeindrucken uns mit ihren mächtigen Stämmen. Der Wald ist recht offen, immer wieder dringt viel Licht auf den Boden und lässt Heidelbeeren und andere Sträucher gedeihen – was wiederum lebensnotwendig für das Auerwild ist.

Geplanter Zeitablauf:

9:00 Uhr Abfahrt an der Häfnerhalle – Fahrt mit PKW nach Kaltenbronn (es können Fahrgemeinschaften gebildet werden).

10:30 Uhr Ankunft Parkplatz Kaltenbronn – Beginn der Wanderung zur Grünhütte

12:00 Uhr Ankunft und Einkehr in der bekannten Grünhütte – die Speisekarte ist reichhaltig, so dass jeder Wanderer sicherlich etwas passendes findet.

13:00 Uhr Aufenthalt auf der Grünhütte, dann Wanderung zurück über das Hochmoor

15:00 Uhr Ankunft Parkplatz Kaltenbronn

16:30 Uhr Ankunft an der Häfnerhalle

Wanderstrecke ca. 12 km mit ca. 150 Höhenmetern. Die Wanderung wird auf Grund der Wegverhältnisse, Länge und Höhenprofil als Moderat (Leicht-Mittel) eingestuft.

Für weitere Auskünfte stehen die Wanderbegleiter Ute und Roland Fazler Tel. 07046 6724 gerne zur Verfügung.

Uhrzeit:
09:00 - 16:30

Ort:
Häfnerhalle
Kleeblattstraße 10
74343 Häfnerhaslach

iCalendar


Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

zur Übersicht